Bestellscheine und Bestellkarten erfassen lassen – Position für Position
Auf einem Bestellschein zählt jedes Zeichen: Eine vertauschte Ziffer in der Artikelnummer schickt den falschen Artikel los. Wir erfassen Kundennummer, Anschrift, bis zu acht Positionen mit Artikelnummer und Menge sowie die Zahlungsart – gedruckt in rund 1,5 Minuten, bei 60 % Handschrift in rund 1,9 Minuten je Schein. Der Preis liegt bei 45 ct bis 90 ct je Datensatz (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster); für die Positionsfelder empfehlen wir Doppelerfassung.
Richtwert 202645 ct – 90 ct je Datensatz · rund 1,5 Minuten je Beleg, mit 60 % Handschrift rund 1,9 Minuten (Voreinstellung im Erfassungsrechner)
Katalog, Beilage, Fax
Kundennummer, Anschrift, 1–8 Positionen mit Artikelnummer und Menge, Zahlungsart
Doppelerfassung empfohlen
Bestellschein
Wie sieht der Beleg aus und welche Felder hat er?
Ein Bestellschein besteht aus einem Kopf und einer Positionstabelle. Im Kopf stehen Kundennummer, Name, Lieferanschrift und – wenn abweichend – Rechnungsanschrift, dazu Telefon und E-Mail. Die Tabelle hat meist sechs bis acht Zeilen mit Artikelnummer, Bezeichnung, Größe oder Farbe, Menge und Einzelpreis. Unten folgen Zahlungsart, gelegentlich ein Gutscheincode und die Unterschrift.
Bestellkarten aus Katalogen sind kleiner und haben weniger Zeilen, dafür sind sie dichter bedruckt. Gemeinsam ist beiden, dass Kunden die Bezeichnung oft frei formulieren und die Artikelnummer abkürzen, verdrehen oder weglassen. Die Erfassung überträgt Positionen deshalb in eine eigene Zeile je Artikel, mit Belegnummer als Klammer, damit Ihr Warenwirtschaftssystem den Import ohne Nacharbeit übernehmen kann.
Woher kommen diese Belege?
Bestellscheine kommen aus Katalogbeilagen, aus Kundenzeitschriften, von Messen mit Sonderpreisen und aus Faxeingängen, die Sie gesammelt als Scan schicken. Viele Versandhändler mit älterer Stammkundschaft bekommen bis heute einen festen Anteil ihrer Bestellungen auf Papier. Diese Belege laufen gleichmäßig ein, mit Spitzen nach dem Versand eines neuen Katalogs und vor Feiertagen.
Weil Bestellungen nicht wochenlang liegen dürfen, arbeiten wir hier gern mit kurzen Takten: Scans kommen täglich über Ihren Übertragungsweg, die Datei geht am Folgetag zurück. Papier schicken Sie wöchentlich im Karton. Sie scannen, wir tippen – oder Sie schicken das Papier, je nachdem, was in Ihrem Haus schneller geht.
Typische Feldvorgabe
Feldvorgabe für Bestellschein und Bestellkarte – Beispiel (erfundene Felder)
Feld
Format
Regel für Sonderfälle
Kundennummer
Text, führende Nullen erhalten
Stellenzahl falsch: Feld wie gelesen, Kennzeichnung „K“
Artikelnummer
Text, ohne Leerzeichen
nicht in Ihrer Artikelliste: wie gelesen, Kennzeichnung „A“
Menge
ganze Zahl
leer bei vorhandener Artikelnummer: 1 nur nach Regel, sonst Kennzeichnung „M“
nur teilweise ausgefüllt: erfassen, Kennzeichnung „L“
Sonderfälle und wie wir sie behandeln
Artikelnummer und Bezeichnung passen nicht zusammen: Wir erfassen beides wie geschrieben und kennzeichnen die Position – welche Angabe gilt, entscheiden Sie.
Durchgestrichene Position: Gestrichene Zeilen werden nicht übernommen, aber in der Fehlerliste mit Beleg- und Zeilennummer genannt.
Mehr Positionen als Zeilen: Kunden schreiben weiter am Rand oder auf der Rückseite; diese Positionen übernehmen wir als zusätzliche Zeilen mit Hinweis.
Preis abweichend vom Katalog: Den Preis übertragen wir nur, wenn die Feldvorgabe ihn verlangt, und prüfen ihn nicht gegen Ihre Preisliste.
Bankverbindung auf dem Schein: Nur nach Ihrer schriftlichen Weisung; sonst bleibt das Feld unerfasst und der Schein wird markiert.
Welche Prüfstufe empfehlen wir?
Für Bestellscheine empfehlen wir die Doppelerfassung mit Abgleich (+90 % Erfassungszeit) bei den kritischen Feldern: Kundennummer, Artikelnummer und Menge. Zwei Personen erfassen diese Felder unabhängig voneinander, eine Abgleichsroutine zeigt jede Abweichung, und eine dritte Sicht auf den Beleg entscheidet. Warum der Aufwand? Ein Tippfehler in der Anschrift kostet einen Rückläufer, ein Tippfehler in der Artikelnummer eine Falschlieferung mit Retoure. Die übrigen Felder laufen mit der üblichen Stichprobe von 10 %. Den Aufschlag wendet der Erfassungsrechner nur auf die Erfassungszeit an (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster).
Was müssen Sie vorbereiten?
Aktuelle Artikelliste als Datei, damit unbekannte Nummern gekennzeichnet werden können.
Importvorlage Ihres Warenwirtschaftssystems mit Kopf- und Positionszeilen.
Regel für fehlende Mengen, abweichende Preise und gestrichene Positionen.
Scans täglich oder Papier wöchentlich in nummerierten Kartons je Eingangstag.
Reaktionszeit
AnfrageBelegart, Menge, Felder, Termin – Angebot mit Preis je Datensatz binnen 24 Stunden
Feldvorgabe und VertragZielstruktur und Regeln für Sonderfälle, Vertrag zur Auftragsverarbeitung vor der ersten Übergabe
Muster50–100 Datensätze in der Regel am zweiten Tag nach Eingang der Belege oder Scans, Freigabe durch Sie
Start der Erfassungab Freigabe je Charge, tägliche Meldung von Fortschritt und Fehlerquote
Eilaufträge auch am Wochenende und an Feiertagen – Zuschlag 25 %, Express unter 48 Stunden 15 % (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster).
Aus der Praxis
Ein Versandhändler für Gartenbedarf aus dem Münsterland ließ die Papierbestellungen einer Frühjahrssaison erfassen: 4.300 Bestellscheine mit durchschnittlich vier Positionen, überwiegend von Hand ausgefüllt. Mit Doppelerfassung der Positionsfelder waren das rund 140 Arbeitsstunden Erfassung plus Abgleich und 4.381 € insgesamt, also 1,02 € je Schein (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster). Unbekannte Artikelnummern standen gesammelt in der Fehlerliste, der Kundendienst klärte sie in einem Durchgang.
Richtwerte: Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Alle Preise netto zzgl. USt. – bei Leistungen an Unternehmen in Deutschland gilt das Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG), es fällt keine tschechische Mehrwertsteuer an.
Fragen zu Bestellschein
Können Sie Bestellungen direkt in unser Warenwirtschaftssystem eingeben?
Nein, wir arbeiten nicht in Ihren Systemen. Sie bekommen eine Importdatei im Format Ihrer Vorlage, die Sie selbst einlesen.
Warum Doppelerfassung und nicht nur Stichprobe?
Weil eine Stichprobe von 10 % Fehler nur findet, wenn sie zufällig gezogen werden. Bei Artikelnummern und Mengen soll jede Abweichung auffallen; das leistet nur der Abgleich zweier unabhängiger Erfassungen.
Wie schnell bekommen wir Bestellungen aus Scans zurück?
Nach dem Muster in der Regel am Folgetag je Tageslieferung. Wenn es schneller gehen muss als 48 Stunden, rechnen wir einen Eilzuschlag von 15 % (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster).
Plausibilitätsregeln, Stichprobe und Doppelerfassung im Vergleich: was jede Prüfstufe findet, welche zu welcher Belegart passt und was der Unterschied bei 10.000 Bestellscheinen kostet.
Von der Importvorlage über Pflichtfelder und Formate bis zu Kennzeichnungen wie U und [?]: So schreiben Sie eine Feldvorgabe, die ohne Rückfragen funktioniert – mit einer ausgefüllten Vorlage zum Übernehmen.
Bestellschein erfassen lassen: Angebot in 24 Stunden
Nennen Sie Belegart, Menge, Felder je Beleg, Handschriftanteil, Zielformat und Termin: Sie erhalten den Preis je Datensatz nach Prüfstufe, den Mustertermin und den Übergabeweg für Belege oder Scans. Elisabeth Zachová spricht Deutsch, Mo–Fr 7:00–17:00 Uhr.